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Die vorläufige Insolvenzverwaltung hat im Antragsverfahren rund 70.000 Gläubiger ermittelt, die nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens angeschrieben werden. Dazu wird die Insolvenzverwaltung spezielle,  für die Insolvenz der Arcandor-Gruppe erstellte Anmeldeformulare versenden. Diese sollen den Gläubigern in deren eigenem Interesse die Anmeldung Ihrer Forderung erleichtern. Diese Formulare werden bis Ende September bei den Gläubigern eintreffen. Sollten Sie Anfang Oktober wider Erwarten noch keine Unterlagen erhalten haben, informieren Sie bitte die Insolvenzverwaltung.

 

Essen, 20.11.2009. Unternehmer Alexander Fackelmann und Hannes Streng übernimmt mit sofortiger Wirkung den gesamten Geschäftsbetrieb sowie die Marke „Küchen-QUELLE“. „Die Investorengruppe hat sich gegen mehrere Bieter durchgesetzt. Sie übernimmt bundesweit gut 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon rund 35 in der Nürnberger Zentrale“, erklärte Dr. Jörg Nerlich, Beauftragter des Insolvenzverwalters für den Versandhandel.

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Essen, 16.11.2009. Die Unternehmensgruppe walter sevices aus Ettlingen übernimmt zum Jahreswechsel 2009/2010 die Quelle Call Center in Cottbus und Emden. Beide Call Center betreuen unter anderem das Tele Shopping Geschäft des Einkaufskanals HSE 24. walter services ist ein deutscher Outsourcing Dienstleister mit 8.500 Beschäftigten.

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Essen, 10.11.2009. Der Gläubigerausschuss der Unternehmen der Arcandor Gruppe hat den Verkauf von Deutschlands erstem Shopping Sender HSE 24 an die Beteiligungsgesellschaft AXA Private Equity genehmigt. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.

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Rund 1.500 Betriebsrentnern und weiteren Versorgungsempfängern (z.B. Empfängerinnen einer Witwenrente) aus dem Bereich der Arcandor-Gruppe durften im vorläufigen Insolvenzverfahren seit Juni 2009 keine Betriebsrenten oder sonstige Versorgungsleistungen ausgezahlt werden. Sofern berechtigte Ansprüche bestehen, erhalten diese Versorgungsberechtigten ihre Leistungen rückwirkend in vollem Umfang.

Die meisten Konzerngesellschaften der Arcandor-Gruppe waren im Zeitpunkt des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens dem konzernweiten Pensionsfond (CTA) beigetreten. Das CTA übernahm für diese Konzerngesellschaften die Auszahlung der Betriebsrente und sonstiger Versorgungsleistungen. Diese Auszahlung erfolgte auch seit Antragstellung ohne Unterbrechung.

Einige wenige Konzerngesellschaften waren im Zeitpunkt des Antrags auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens noch nicht dem CTA beigetreten. Dies führte dazu, dass ca. 1.500 der insgesamt 92.000 Versorgungsberechtigten seit Juni 2009 zunächst keine Leistungen erhalten durften. Hierzu zählen insbesondere die Versorgungsberechtigten der Profectis GmbH Technischer Kundendienst, der Le Buffet System-Gastronomie und Dienstleistungs-GmbH sowie der Foto Quelle GmbH & Co. OHG mit zusammen etwa 1.000 Versorgungsberechtigten.

Die Versorgungsverpflichtungen der insolventen Konzerngesellschaften sind gem. § 7 Abs. 1 BetrAVG grundsätzlich mit Eröffnung der Insolvenzverfahren am 01.09.2009 auf den Pensions-Sicherungs-Verein (PSVaG) übergegangen. Dem PSVaG liegen derzeit noch nicht für alle insolventen Konzerngesellschaften die relevanten Daten der Versorgungsempfänger vor, die Voraussetzung für eine Prüfung des Anspruches sind. Daher kann der PSVaG bisher seiner Leistungspflicht nicht nachkommen. Diese Daten sind nicht im Besitz der Arcandor AG oder der einzelnen Konzerngesellschaften, sondern befinden sich in den Beständen der Deutsche Pensions Group GmbH (DPG), einem externen Dienstleister, der seit Jahren die Verwaltung der betrieblichen Altersvorsorge für den Arcandor-Konzern durchführt.

Der Insolvenzverwalter hat die DPG nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens im September beauftragt, diejenigen Daten an den PSVaG weiterzuleiten, die für die notwendig sind. Parallell hierzu wurden zwischen dem Insolvenzverwalter, dem PSVaG und der DPG Vereinbarungen zur Aufnahme des sogenannten „alten Zahlungswegs“ (also die vorläufige Auszahlung der Renten durch den PSVaG über ein eigens eingerichtetes Treuhandkonto) für rund zwei Drittel der nicht über den CTA gesicherten Versorgungsberechtigten getroffen. Somit werden die Versorgungsberechtigten der Profectis GmbH Technischer Kundendienst, der Le Buffet System-Gastronomie und Dienstleistungs-GmbH sowie der Foto Quelle GmbH & Co. OHG voraussichtlich Ende Oktober wieder ihre Leistungen in vollem Umfang erhalten. Im Oktober erfolgt zudem eine rückwirkende Auszahlung der Versorgungsleistungen für die Monate Juni bis September.

Die Versorgungsberechtigten der Gesellschaften, für die der „alte Zahlungsweg“ nicht aufgenommen werden konnte, werden voraussichtlich bis Ende Oktober/Anfang November eine erste Mitteilung durch den PSVaG erhalten. Es wird angestrebt die Rentezahlungen im Januar 2010 aufzunehmen. Eine Beschleunigung dieses Prozesses kann weder durch den Insolvenzverwalter, noch durch den PSVaG oder die DPG herbeigeführt werden. Auch diejenigen Versorgungsberechtigten, für die der „alte Zahlungsweg“ nicht aufgenommen werden konnte, erhalten nach abschließender Prüfung des PSVaG rückwirkend ihre vollen Leistungen für die Monate ab Juni bis zum Auszahlungsmonat.

Der Insolvenzverwalter der Arcandor AG i.I. wird im Interesse der Gläubiger tätig. Seine vornehmliche Aufgabe ist es daher, Wege zu finden, die vorhandenen Gläubiger-Verbindlichkeiten bestmöglich zu befriedigen. Eine Sanierung der gesamten Arcandor-Gruppe ist mittlerweile auszuschließen. Vielmehr werden das Warenhaus-Segment sowie das Versandhandels-Segment in eigenständigen Insolvenzverfahren saniert und verkauft. Sämtliche Vermögenswerte der Gemeinschuldnerin Arcandor AG i.I. werden nach den Vorschriften der Insolvenzordnung von dem Insolvenzverwalter verwertet. Der Erlös aus dieser Verwertung muss und wird zur Bedienung der ausstehenden Forderungen der Gläubiger  der Arcandor AG i.I.  verwendet werden.


Diese Vorgänge sind für die Aktionäre unmittelbar ohne Bedeutung: Aktionäre sind  Miteigentümer   und somit keine Gläubiger. Alle Maßnahmen die derzeit vonseiten der Insolvenzverwaltung durchgeführt und bekannt gemacht werden, dienen ausschließlich dem Interesse der Gläubiger. Deshalb können den Aktionären  nach derzeitigem Stand des Insolvenzverfahrens weder gegenwärtige noch zukünftig realisierte Verwertungserlöse  zu Gute kommen. Diese Verwertungserlöse werden den Substanzwert der Arcandor Aktie nicht beeinflussen. Die Aktionäre nehmen nicht am Verteilungsverfahren teil.


Bei Aktiengeschäften entstandene Vermögensverluste können nicht zur Insolvenztabelle angemeldet werden. Nur Gläubiger können ihre Ansprüche zur Insolvenztabelle anmelden. Auch können leider Anfragen von Aktionären zum momentanen Verfahrensstand durch den Insolvenzverwalter nicht vertiefend beantwortet werden, da Insolvenzverfahren nicht öffentliche Verfahren sind.

15.09.2009
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ad-hoc meldung :

Thomas Cook Group plc Aktien durch Arcandor-Gläubigerbanken vollständig verwertet

 

Die Gläubigerbanken der insolventen Arcandor AG  haben unter der Führung der Bayerischen Landesbank dem Insolvenzverwalter mitgeteilt, dass alle Aktien an der Thomas Cook Group plc die die Arcandor AG sowie die Karstadt Quelle Freizeit GmbH verpfändet hatten, vollständig zum Zwecke der Rückführung der Gruppenfinanzierung verwertet worden sind.

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